Paraphenomena

Fliegende Yogis

Sie sind ein Mythos. Die Bilder von levitierenden Yogis können einen schon in Erstaunen versetzen. Man sieht da oft asketische, durchtrainierte Männer, die eine Aura von Energie und Kraft umgibt. Man hat auch den Eindruck, dass da mehr Feuer (im Sinne von Anstrengung) im Spiel ist, als es dauerhaft gut für einen Menschen ist. Eine mentale Übung, die den menschlichen Körper zum Fliegen bringt, ist aber definitiv ein Ausnahmezustand und nichts Dauerhaftes.

Helge Timmerberg hat in seiner Kurzgeschichtensammlung Shiva Moon mit dem Mythos der Bilder von fliegenden Yogis aufgeräumt. In den Geschichten geht es um seine Reiseerfahrungen auf dem indischen Subkontinent. Dort lernt er auch einen Typen kennen, der sehr fit in Yoga ist. Den fragt er, was es mit den fliegenden Yogis auf sich hat. Seine Reisebekanntschaft klärt ihn auf, dass die nicht schweben, sondern hüpfen. Immerhin kein Schwindel mit Fotomontagen. Dabei soll es sich laut Timmerberg bzw. seines Bekannten um eine Übung handeln, die bestimmte Muskeln zum Zucken bringt, wodurch es zu den Sprungreflexen kommt. So oder ähnlich wurde das in dem Buch beschrieben, neben vielen weiteren Dingen. Shiva Moon macht richtig Laune auf Meditation und der Suche nach dem Göttlichen.

Trotz der Aufklärung sollte man das Ergebnis dieser "Fliegeübung" nicht geringschätzen. Es gehört sicher etwas dazu, solche Höhen (wahrscheinlich ca. 0,5 - 1m) aus dem Sitzen zu erreichen, und wenn es nur für einen kurzen Augenblick ist. Aber am wenigsten geht es dabei um die sportliche Leistung. Schon möglich, dass der Meditierende wirklich den Eindruck erhält, ein wenig zu fliegen. Das ist immer erhebend.

10.8.11 19:49

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