Paraphenomena

Hellsichtige Erleuchtung

In der Illuminatentrilogie war immer wieder von Zukunftsdeutung mit Orakeltechniken und dem Streben nach Erleuchtung die Rede. Der Diskordier Hagbard Celine beschäftigt sich in seinem U-Boot, von dem aus er die Geschicke der Welt beeinflusst, jedenfalls sehr intensiv damit. Er setzt sein selbst programmiertes I-Ging-Orakel für das Hellsehen der Zukunft ein. Dafür kommt der Zufall ebenso zur Geltung wie Daten aus den Nachrichten. Diese Kombination wird dafür verwendet vorauszusehen, was sich in der nächsten Zeit politisch ereignen wird. Ob es irgendwo in Nordafrika oder im Nahen Osten zu einem Bürgerkrieg oder zwischen zwei südamerikanischen Staaten zu einem militärischen Konflikt kommen wird.

Neben der Suche nach dem äußeren Licht der Erkenntnis macht sich die gesamte Lebenskultur in dem Illuminatenroman auch auf die Suche nach dem inneren Licht, der Erleuchtung. Dazu wird auf sehr genussorientierte und hedonistische Praktiken zurückgegriffen. Ziel ist natürlich nicht das "sinnlose" Genießen (völlig sinnlos ist Genuss natürlich nie !!), sondern die spirituelle Erfahrung.

Eigentlich eine wunderbare Idee. Wachstum durch Spiel (Orakel), der Befriedigung von Neugierde (Hellsehen der Zukunft) und dem energetisch-meditativen Auskosten des Augenblicks (Genuss).

Natürlich handelt es sich bei der Romantrilogie nur um Fiction. Das Werk wird im Bereich Verschwörungstheorien und Science Fiction eingeordnet. Das mag für einige Leute ausreichen, um es als ungeeignet abzustempeln, um daraus zu lernen.
Für Menschen, die sich noch immer an die X-Files erinnern können, die zu Comicons reisen, die sich Elfenohren aufkleben, gerne ein Holodeck besitzen würden und der Meinung sind, dass alle Vorgänge unseres Lebens mithilfe des Star-Wars-Universums erklärt werden können (was selbstverständlich möglich ist!), dürfte das aber ein Gütesiegel sein.

6.6.11 19:29

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