Paraphenomena

Energievampire

Bei diesen "Wesen" handelt es sich um Menschen. Man kann sie esoterisch betrachten oder psychologisch. Aber sie sind ein Phänomen, das nicht nur in der Esoterik oder den Geisteswissenschaften Beachtung finden.

Energievampire leben nicht in Gruften oder Spukschlössern. Man begegnet ihnen immer wieder im Alltag. Oft kennt man sie noch von früher oder bezeichnet sie als fernere Bekannte. Der Kontakt mit ihnen wird häufig als anstrengend und kräftezehrend empfunden. Wenn die Begegnung vorbei ist, fühlt man sich erleichtert, wenn auch ein wenig ausgelaugt oder bedrückt.
Man darf sich da keinen hermetisch orienterten Menschen vorstellen, der einmal beschlossen hat, sich von der Energie Anderer zu nähren und diese Fähigkeit immer weiter entwickelt. Vermutlich wissen oder ahnen diese Energievampire nicht einmal, dass sie als so etwas betrachtet werden können. Wahrscheinlich sind es eher unglückliche Menschen, die zwar extrovertiert sind, aber nur über wenig eigene Energiereserven bzw. einen gestörten Energiefluss verfügen. Dieser Mangel wird unterbewusst durch das "Stehlen" der Lebenskraft anderer Leute ausgeglichen.

Wie eignet man sich fremde Kräfte an? Das geht vor allem durch gewonnene Aufmerksamkeit. Nicht selten hört sich diese Art von Leute sehr gerne reden. Dabei merkt man regelrecht, wie dieses meist exrem belanglose Geplapper an ihren wie an den eigenen Kräften zehrt. Da werden nebensächliche Details breitgetreten und sonst noch was nebenbei erwähnt, was nur am Rande mit dem ursprünglichen Gespächsthema zu tun hat. Wenn man sich dann voneinander trennt, geht es einem meist etwas schlechter als vorher.

In einer Karrikatur (Bild leider nicht mehr auffindbar) wurde so ein Energievampir  sehr treffend dargestellt. Da ist eine recht schicke Dame um die vierzig zu sehen, könnte eine New Yorkerin sein, die ihrer Gesprächspartnerin (etwas jünger, auch sehr schick) ganze Romane ins Ohr träufelt. Deren Gesichtsfarbe hat sich mittlerweile kreidebleich gefärbt , während sie völlig apathisch in die Leere blickt und an einer extremer Informationsflut zu leiden scheint.

Wie mit Energieabsaugern umzugehen ist, kann man nicht pauschal sagen. Wer diese Angewohnheit noch nicht so lange übernommen hat, kann vielleicht unkompliziert gerettet werden, indem man der Person einfach verdeutlicht, welche ungute Richtung sie (versehentlich) beschritten hat. Je länger diese Angewohnheit aber schon zur Persönlichkeit gehört, umso schrieriger dürfte es werden, sie einzudämmen.
Wichtig ist aber, nicht jedes kraftzehrende Gespräch auf diese Form des Vampirismus zurückzuführen. Denn es kostet immer Kraft, jemandem zuzuhören. Die Frage ist nur, wie viel.

Die Folgen treffen erst einmal Menschen, die irgendwie an den Energievampir  gebunden sind. Die Kraft, die Anderen gelegentlich gerstohlen wird, ist aber schnell wieder durch ein Nickerchen ersetzt. Es sei denn, man verbringt mit einer solchen Person sehr viel Zeit.

Die kraftsaugende Person selbst leidet oftmals sehr viel stärker an den Folgen, als die "Opfer". Neben Unbeliebtheit und Einsamkeit schneidet sie sich von einer universellen Energiequelle ab. Sie verlernt es, diesen inneren Kraftfluss aus sich selbst zu schöpfen, was der natürliche Weg wäre, und benötigt stets andere Menschen, um sich an ihnen (unterbewusst) zu laben. Das kann sogar die Gesundheit belasten, wenigstens aber das Wohlbefinden.
Wer merken sollte, selbst gelegentlich ein Energievampir zu sein, versucht diese Angewohnheit am besten wieder los zu werden, so schnell es geht. Denn auf diesem Weg gibt es nicht viel zu gewinnen. Am allerwenigsten Erleuchtung und Unsterblichkeit, wie die Bezeichnung "Vampir" es in Aussicht stellt.

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Gedankenlesen

Bei diesem Thema berühren sich das Paranormale und die Psychologie. Das Lesen der Gedanken anderer Menschen ist ein geheimnisvolles Mysterium. Es wird Personen mit übernatürlichen Fähigkeiten zugeschrieben. Oder doch vielleicht einer besonderen Beobachtungsgabe?

Es muss nicht immer alles übernatürlich im engeren Sinne sein, was erst einmal danach aussieht. Eine Möglichkeit des Deutens fremder Gedanken liegt vielleicht in einer exakten Beobachtung. Besondere Kenntnisse und eine feine Beobachtungsgabe braucht man dafür trotzdem. Kann auch sein, dass man den Menschen genau kennen muss. Einmal davon ausgegangen, dass sich die Gedanken an ganz versteckten äußerlichen Veränderungen zeigen, müsste man diese wahrnehmen und richtig auslegen, um Rückschlüsse auf das Innerre der Person zu fällen. Innerhalb dieser Form der optischen Gedankendeutung gibt es zwei gegensätzliche Richtungen. Die eine hätte das Gesicht von Dustin Hoffman in Rain Man. Einfach gestrickter Mann mit außerordentlicher Begabung. Das andere Gesicht ist Ben Kingsley in einer der Verfilmungen von Schuld und Sühne. Der Kommisar mit scharfem Verstand und geübter Menschenkenntnis.

Ein zweiter Weg ist die Telepathie. Diese liegt im Bereich der Grenzwissenschaften beheimatet. Der Empfänger bekommt auf paranormalem Weg die Gedanken des Senders mit. So wie die Telepathen aus dem PSI Corps in Babylon 5 oder die Hauptfigur aus True Blood. Sueki muss sich vor den Gedanken ihrer in der Nähe befindenden Mitmenschen sogar schützen, um nicht ständig von obszönen wie beleidigenden Gedanken ihrer Gegenüber behelligt zu werden.

Das ist auch ein Thema. Falls man eines Tages herausfinden sollte, dass es tatsächlich Gedankenleser gibt, wäre es errfeulich, wenn diese Leute einem moralischen Kodex folgen, einer Sorte von Datenschutz für Telepathen. Im Vergleich zu Adresse und Telefonnummer sind intimste innere Regungen, die sich telepathischen Eindringlingen ungewollt zeigen, dann doch nochmal etwas Anderes.

Aber noch wissen wir nicht, ob das Empfangen von Denkvorgängen übherhaupt möglich ist. Es gibt Indizien, doch keinen dokumentieren Weg es zu lernen. Vielleicht ist es auch angeboren. Oder es ist eine Fähigkeit, die sich erst im Laufe der humanoiden Evolution ausprägen und entwickeln wird. Doch das liegt dann schon  im Bereich der Zukunftsdeutung.

Tarotdecks der Zukunft

Es war eine ganz besondere Zeit, die aufgeklärte Welt nach dem Mittelalter. Der Mensch erwachte aus einer Art Winterschlaf. Er entdeckte, dass entgegen kirchlicher Beteuerungen die Erde rund ist und dass wohl auch noch viele andere Dinge zutreffen, die von der Kirche als "Ketzerei" gebrandmarkt wurden.

Was die Kirche nicht gutheißt, ist ja selbst heutzutage noch ein Gütesiegel. Ein Paradebeispiel: als die Harry-Potter-Bücher sehr hohe Verkaufszahlen verbuchten, wurden diese aus den Kirchenbüchereien für Kinder demonstrativ entfernt, schließlich geht es ja da um Hexen und Zauberer, die Magie wirken. Zumindest hieß es, dass einige kirchliche Verantwortungsträger etwas in der Art vorhatten. Um zu überprüfen, ob es tatsächlich so geschah, müsste man schon in so eine Kirchenbücherei gehen. Doch darum geht es hier nicht, sondern um das Tarot. Und Tarotkarten wird man in Kirchenbüchereien wahrscheinlich nicht finden, selbst wenn sie Engelmotive haben.

Die esoterische Hochzeit nach dem Mittelalter war wie gesagt eine sehr experimentelle Zeit. Die Alchemie wurde weiterentwickelt und gewann an Beliebtheit und der Glaube ging Wege, die dem immer individueller werdenden Menschen gerecht wurden und sich seiner spirituellen Bedürfnisse endlich angemessen annahmen. Diese Wege waren oft sehr christlich beeinflusst, aber auch heidnisch und indisch. Diese bunte religiöse Vielfalt spiegelt sich auch in den Tarotkarten wieder, wenn man z.B. mal das Crowley-Tarot betrachtet, ein besonders weit entwickeltes Deck aus dem 20. Jahrhundert. Auf den Karten sind keltische Einflüsse zu sehen, altägyptische oder babylonische. Immer wieder taucht mal ein Kreuz auf, oder ein alchemistisches Symbol. Das Crowley-Tarot spiegelt auf seine Art die bunte Entwicklung wider, die das Tarot bis in die Moderne hinein gemacht hat.

Und die Postmoderne? Die könnte man an den Giger-Karten sehr gut erkennen. Düstere Höllenfantasien, Herr der Ringe, Wüstenplanet. Der Künstler Giger hat sein Werk zur Verfügung gestellt, um die Große Tarot-Arkana mal aus einer anderen Sicht darzustellen.
Die Shining Tribe Karten sind da schon heller und freundlicher. Man kann amerikanische Hippie-Einflüsse darin erkennen. Die 68er hatten ja sowieso ein Faible für alles, was Tribe, Indian und Ethno war - und haben es wohl auch noch heute.

Doch das ist auch schon fast Geschichte. Wenn man sich den aktuellen Stand des Kartenlegens ansieht, kann man andere, aktuellere Einflüsse erkennen. Einerseits werden klassische Decks wieder und immer wieder neu aufgelegt, ähnlich wie Melodien, die immer wieder von neuen Interpreten verändert aufbereitet erscheinen. Andererseits werden die Karten funktionaler und auch hübscher, so wie die Menschen. Sie sind zielorientierter, sprechen einem Trost von Engeln zu, helfen beim Wahrwerden von Wünschen oder beim Abnehmen. Und sie halten sich weniger an Regeln denn jemals zuvor. Willkommen in den Tarotdecks der Zukunft.

Magie

Existiert sie oder nicht? Viele Menschen würden einiges dafür geben, darauf eine brauchbare Antwort zu erhalten.
Mit Magie ist hier weder illusorische Zauberei gemeint, noch jene "Magie" des Lebens, die Wunden zum Heilen und Pflanzen zum Wachsen bringt. Unter Magie wird in dem Post verstanden, die Realität mit seinen Gedanken zu beeinflussen oder gar zu beherrschen.

Es gibt Bücher, die versprechen den Weg zur Magie zu weisen. Nur es gibt keine Garantien, dass man diese begehrten paranormalen Fähigkeiten auch entwickeln kann, wenn man die Übungen praktiziert. Meist sind das Entspannungsübungen und Meditationspraktiken, zumindest am Anfang. Das kann zwar über einen längeren Zeitraum, wenn die anfängliche Begeisterung verschwunden ist, anstrengend werden, doch die Übungen machen Sinn. Sie stärken Nerven und die Konzentrationskraft. Außerdem zeigen sie, wie man mehr Energie durch Atmung tankt.

Ob die Übungen aber wirklich dazu führen, dass man bewusst heilt oder sich mit seinen Gedanken effektiv vor Gefahren schützen kann, muss man selbst herausfinden. Vermutlich posaunen die Leute, bei denen die Übungen "geklappt" haben, das meist nicht laut herum. Was noch dazu kommt: ob ein Wunder nun ein Wunder oder bewusst eingesetzte magische Kraft war, muss man erst einmal beurteilen können.

Engelglaube

Der Glaube an Engel ist in unserer Kultur tief verwurzelt. Er zeigt sich auf triviale wie auch sehr spirituelle Arten. Da gibt es Amor, der unentwegt Männlein und Weiblein mit Pfeilschüssen auf deren Herz zueinanderfinden lassen möchte. Auf der anderen Seite gibt es höhere Schutzwesen, die Menschen Liebe spenden, sie vor Gefahren schützen und das Böse von ihnen fernhalten.

In vielen Religionen spielen Engel eine Rolle, auch wenn sie meist nicht die herausragende oder identitätsstiftende Rolle spielen. Religion findet nämlich meist auf der Erde statt. Engel aber leben im Himmel, zumindest was ihre Reinheit angeht. Vielen Vorstellungen nach bewegen sie sich in dieser Beschaffenheit auch auf der Erde, um den Menschen zu helfen.

Das tun sie auf jeden Fall. Alleine schon durch den Gedanken und den Glauben an sie. Der zeigt sich auch an den Brauch der Engelkarten. Das ist eine Art des Tarot, das verschiedene Engel abbildet. Die geben Schutz, Führung, Kraft, Liebe und viele weitere gute Dinge. Vergleichbar ist diese Tarotgattung vielleicht noch mit den Krafttierkarten, die ähnliche Funktionen erfüllen, einmal ganz nüchtern ausgedrückt.
Von medial begabten Hellsehern wird beim Channeling unter anderem mit Engel Kontakt aufgenommen, um Ratschläge zu bekommen und um Hilfe zu bitten.

Engel kommen sowohl in der Religion wie auch in alternativen esoterischen Glaubensmustern vor. Ihr Schutz und ihre Hilfe sind von sehr unterschiedlichen Menschen gewünscht und herbeigerufen. Wahrscheinlich sorgt ihre wohlwollende und Frieden stiftende Art, dass sie versöhnen, was manchmal gegensätzliche und schwer vereinbare Standpunkte einnimmt.

Geister

Ob es sie gibt und was sie wirklich sind, ist schwer zu sagen. Mit der Zeit haben sich ein paar Meinungen über Geister gebildet, auf die man immer wieder stößt, in Filmen, Serien, Büchern.

Geisterscheinung
Sie sind reine Energie und haben kein Bewusstsein. Die Erklärung für ihr Erscheinen liegt im Tod eines Menschen, der vielleicht auf grauenvolle Art ums Leben kam, was vielleicht den heftigen Energieausstoß erklärt. Sie spuken, weil sie eine Nachricht zu überbringen haben, während sich das wahre Bewusstsein dieses Menschen an einem anderen Ort befindet, reinkarniert, im Jenseits, was auch immer.

Naturgeist
Sie entspringen der Natur, Tieren, Elementen etc. Sie sind mit Gewässern verbunden, mit Wäldern und Bergen. Sie können Menschen erscheinen oder leben völlig im Verborgenen, zwischen Ameisen, Pilzen und Glühwürmern.

Menschlicher Geist
Im Gegensatz zur reinen energetischen Erscheinung sind sie real, besitzen ein eigenes Bewusstsein und eine Seele. Etwas hindert sie weiter zu ziehen und sie müssen noch bleiben, bis sie etwas gelernt haben. Oder sie haben sich einfach nur verirrt und sind auf der Suche nach dem Licht am Ende des Tunnels, was ihnen vielleicht nicht bewusst ist.

Die Gesinnung der Geister, gut, böse, neutral, launisch usw. ist sicher so unterschiedlich wie die der Lebenden. Aber es könnte schon sein, dass man sie schneller dem Bösen zuordnet, als tatsächlich der Fall. Das liegt sicher an der instinktiven Abwehrreaktion. Hier handelt es sich wahrscheinlich um zwei Dimensionen, die sicher keinen regelmäßigen Kontakt miteinander haben sollten, zumindest momentan nicht.

Wahrsagen aus Rauchschwaden oder Bleiformen

Die Deutung von Zeichen hat im Bereich der spirituellen Wissenschaften und alten Religionen schon immer eine sehr wichtige Rolle gespielt. Oder besser gesagt früher eine wichtigere Rolle gespielt als heute.
Wahrsagen aus der Witterung, aus Spuren im Sand, aus den brennenden Panzern von Schildkröten etc. war einst so etwas wie eine religiöse Handlung. Man glaubte überall und immer in Kontakt zu sein mit einem höheren Naturgeist oder etwas Ähnlichem. Dieses Etwas teilte sich immer mit. Durch Nebel, Regen, einem bellenden Hund oder dem Rauschen eines Baches. Das sind jetzt nur Beispiele, zum Teil etwas übertrieben und aus der Luft gegriffen, meist aber treffend. Denn aus Feuer hat man tatsächlich die Zukunft ebenso gedeutet wie aus Tierknochen, Wolken, aufgeschlagenen Eiern oder heißem Blei, das flüssig in kaltes Wasser gegossen wird und dort Formen bildet. Zum Teil tut man das ja immer noch, wenn man alleine an das Bleigießen denkt.

Wenn man ein paar dieser Methoden miteinander vergleicht, fällt es eigentlich sofort auf. Es ist egal, ob man in einer Baumrinde liest oder aus Weihrauch. Es geht nur um das, was man in die entstehenden Muster hineindeutet. Die Antwort kommt instinktiv und kann wirklich Eingebungen schenken, die irgendwie helfen. Warnungen, Antworten, Geheimnisse, Zukunftsblicke. Möglich ist alles, doch wie verlässlich es ist, steht auf einem anderen Blatt. Aber im Endeffekt geht es hier nicht darum, die Zukunft auf einem Blatt Papier zu lesen. Ohne eine große schamanische Erfahrung zu haben, kann man sich denken, dass die Eingebungen ihrer selbst willen erlebt werden, nicht um diesen oder jenen Nutzen daraus zu ziehen.